Preisträger 2013

Platz 1

Upstalsboom, Emden (Kategorie Hotelketten und -kooperationen)

Schindlerhof, Nürnberg (Kategorie Individualhotels)

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Platz 2

Kempinski, Genf (Kategorie Hotelketten und -kooperationen)

Nells Park Hotel, Trier (Kategorie Individualhotels)

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Platz 3

Lindner Hotels & Resorts, Düsseldorf (Kategorie Hotelketten und -kooperationen)

Geisel Privathotels, München (Kategorie Individualhotels)

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Ehrenpreis

Spa Therme Blumau, Bad Blumau, Österreich

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Hier finden Sie einen Filmbeitrag über die Preisverleihung in 2013:

Janssen

 

 

 

 

Upstalsboom, Emden

Für Bodo Janssen, den Geschäftsführer der Kette Upstalsboom mit 600 Mitarbeitern, steht nicht die Gewinnorientierung im Mittelpunkt seines Personalmanagements. Höhere Wirtschaftlichkeit ergebe sich, wenn Mitarbeitern die „ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Nach­haltigkeit ihres Wirkens bewusst werde”, meint der studierte Betriebswirt und Sinologe. Um so bestürzter war er, als sich in einer Befragung die Mitarbeiterzufriedenheit in seinem Unternehmen als auffallend schlecht erwies. Bodo Janssen ging deshalb ins Kloster zu Benediktinerpater Anselm Grün – zwischen dem operativen Geschäft. Die Konsequenz der Einkehr: „Corporate Happiness“, ein ausgefeilter Ansatz zur Belebung der Unter­nehmenskultur, sollte in Upstalsboom Einzug halten. Mit dem Corporate- Happiness-Pionier in Deutschland, Oliver Haas, und der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München erarbeiteten Beschäftigte aller Ebenen systematisch einen besseren Führungsstil und Umgang. Herzstück des Wandels waren eine Führungskräfteschulung, die Managern ein neues Selbstverständnis vermittelte, und das Ausbilden von Corporate- Happiness-Beauftragten. Das Ziel: mehr Menschlichkeit, Dankbarkeit und Kompetenz in der Führung sowie mehr Glück im Privatleben, mehr Ausstrahlung und mehr Spaß bei der Arbeit für alle.
„In einer angstfreien Umgebung, in der Mitarbeiter wissen und spüren, was alles möglich ist, entstehen Spitzenleistungen“, sagt Bodo Janssen.
Die Ergebnisse: Seit 2010 steigt die regelmäßig ermittelte Mitarbeiter­zufriedenheit rasant; die Personalrekrutierung ist kein Problem mehr; die Fluktuation sinkt, und Upstalsboom glänzt in externen Arbeitgeber­bewertungen. „Motivierte, loyale Mitarbeiter sind essentiell für das Über­leben in der Hotellerie“, betont Bodo Janssen. Ihm geht es jedoch nicht ums Überleben, sondern um klaren Erfolg. Upstalsboom verzeichnete von 2009 bis 2012 eine Steigerung des Unternehmensumsatzes von 100 Prozent. Und von der Besinnung im Kloster konnten auch die 70 Führungskräfte profitieren, für die Upstalsboom Freifahrtscheine zur Verfügung stellte.

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Merle Losem (DHA, li.), und Arne Lorenzen (HOTELCAREER, re.) gratulieren dem Team von Upstalsboom: Bernd Gaukler (Upstalsboom), Franz-Josef König (König-Strategie) Oliver Haas (Dreamteam Academy), Bodo Janssen (Upstalsboom).

Schindlerhof, Nürnberg

Vor allem durch exzellente Arbeitsplatzkultur der Konkurrenz voraus zu sein, ist das Prinzip des Tagungshotels Schindlerhof in Nürnberg mit seinen 71 Mitarbeitern. Dessen Gründer Klaus Kobjoll formulierte 1990 den Anspruch, „die strategische Ausrichtung der Tagungswelt in Deutschland neu zu definieren“. Dazu stellen für ihn und sein Team die Kreativität und Bestleistungen der Mitarbeiter den Schlüssel dar. Vier Dinge, so fanden sie durch eine Studie heraus, sind entscheidend: Anerkennung, Klarheit über die Unternehmensziele, Anteilnahme auch an den privaten Sorgen der Mitarbeiter und das Gehalt. Der Schindlerhof entwickelte mit der Fachhochschule Würzburg/Schweinfurt ein umfassendes Leistungs- und Anerkennungssystem, das die Erfolge des Einzelnen, der Teams und des Gesamtunternehmens transparent macht. MAX, PIX und CIX (Mitarbeiter-, Player- und Community-Index) – so heißen die Bewertungsskalen, an denen alle mitwirken. Sie enthalten gängige Kriterien wie Pünktlichkeit, Fehlerquote und Umsatz, aber auch Ideenreichtum, Bildungsengagement und gelebte Herzlichkeit. Zugleich honoriert das Unternehmen besondere Leistungen „immer und ohne Ausnahme”, wie Unternehmensnachfolgerin Nicole Kobjoll hervorhebt. Dazu gehören ein Regen von rund 200 Blumensträußen pro Jahr als kleines Lob zwischendurch, Weihnachtspräsente und Teamparties. Rückkehr­geschenke aus dem Urlaub und ein persönlicher Anruf zum Geburtstag sind ebenfalls selbstverständlich. „Wir unterscheiden zwischen Anerkennung für gute Arbeit und Bausteinen, die für eine gute Stimmung im Team sorgen sollen“, sagt Nicole Kobjoll. „Schließlich ist nichts schlimmer als eine miese Arbeitsatmosphäre, mit der jedem die Freude an der Arbeit, die ohnehin ziemlich stressig sein kann, genommen wird.“ Seit knapp zwei Jahren hat der Schindlerhof eine Herzlichkeitsbeauftragte, die sowohl für Mitarbeiter als auch für Gäste zuständig ist. Das Hotel wird wieder und wieder mit Preisen bedacht, gewinnt und hält hervorragende Mitarbeiter und erzielt einen erfreulichen Gewinn, der ihm weitere Expansionen ermöglicht.

 

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Freuen sich über den ersten Platz: Caterina Wehner und Elke Fischer vom Schindlerhof (Mitte li. und re.) mit Marc Weitzmann (diavendo, li.) und Merle Losem (DHA, re.)

Einige Impressionen von der Preisverleihung im Maritim Köln (April 2013)

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Veranstalter und Sponsoren 2013: 

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